Melitta-Achter „Team Red“ ist RBL-Champion 2016, on top Silber Rowing-Champions-League

NW A30 Ruderbundesliga

"Team Black" gewinnt Tageswertung und wird Ligadritter

Minden (Hasemann). Die Sportstadt-Metropole Berlin war am vergangenen Wochenende ein mehr als würdiger Austragungsort für den finalen Showdown in der Ruder-Bundesliga. Direkt an der geschichtsträchtigen East Side Gallery fanden sich die 33 schnellsten Club-Achter der stärksten Sprint-Liga der Welt ein und kämpften um die letzten Punkte der aktuellen Liga-Saison. Mehrere Tausend Besucher verfolgten live die packenden Entscheidungen zwischen den Sprint-Giganten an der Spree oder zu Hause auf sportdeutschland.tv.

Für das Frauen-Team des Melitta-Achters "Team Red" war der Druck groß an diesem Wochenende. Mit dem gelben Trikot als aktueller Liga-Führer angereist waren sie die Gejagten und mussten dem Druck Stand halten, im absoluten Fokus zu stehen. Der direkte Tabellenkonkurrent und Dauerrivale aus Krefeld saß den Damen mit lediglich einem Punkt Rückstand im Nacken und derjenige, der diesen letzten Renntag besser meistern sollte, dürfte sich am Ende des Tages zum Deutschen Liga-Champion küren lassen. 

Die Damen vom Wasserstraßenkreuz konnten mit Steuerfrau Clara Drewes, Antonia und Alina Sachtleben, Leonie und Sophie Müller, Inken Neppert, Sylvia Buddenbohm, Nina Killian, Anne-Lena Vieker, Anna-Maria Brendel, Sarah Schwier und Schlagfrau Tanja Hasemann auf den kompletten Kader zurückgreifen. "Wir müssen heute einen perfekten Renntag abliefern und vor allen Dingen im Kopf stark bleiben", formuliert Frauke Wagner vom RV Münster die Situation. "Das ist heute auch eine Sache der Nerven".

Bereits im Zeitfahren konnten die Mindenerinnen eine überzeugende Vorstellung abliefern und erruderten sich die zweitschnellste Zeit aller Teams hinter den Lübeckerinnen, die in Berlin eine perfekte Mannschaftsleistung ablieferten.

Nach einem ungefährdeten Sieg im Achtelfiale über Frankfurt sollte die Entscheidung über den Liga-Ausgang dann allerdings bereits im Viertelfinale fallen. Völlig überraschend unterlagen die Krefelderinnen hier den Hessinnen aus Hanau und zogen somit nicht in die Rund der "final four" ein. Als kurz darauf das Mindener Boot vor den Damen aus Hamburg über die Ziellinie kam, war der Jubel entsprechend groß:

Nach einem zweiten Platz im Vorjahr verabschiedet sich der Melitta Achter "Team Red" aus seiner achten Saison bereits vor den Finalläufen als Deutscher Liga-Champion 2016. "Das war eine ganz grandiose Teamleistung, die wir dieses Jahr gezeigt haben und an dem Erfolg sind nicht nur wir Athleten und unser Trainer Christoph Knost beteiligt, sondern auch unsere Fans und Angehörige, die uns unterstützen und das alles erst mit möglich machen", so Anna-Lena Vieker glücklich als frisch gebackener Champion. 

"Team Black" wird erneut Tagessieger in Berlin

Die Männer des Melitta-Achters "Team Black" haben im Laufe der Saison eine wahre Aufholjagd in der Liga-Tabelle hingelegt.  Als absoluter Liga-Neuling war als erstes Saisonziel noch das Mittelfeld angepeilt. Nach dem überragenden Sieg des Renntages in Leipzig hatte sich der Kader aber bereits auf Platz 4 der Ligatabelle hochgearbeitet und konnte sogar mit etwas Glück auch die Hände zu einem Podestplatz in der Liga-Gesamtwertung ausstrecken.

Steuermann Philipp Baumgard feuerte seine Mannschaft um Schlagmann Alexander Weihe, Florian Zimmermann, Jannik Eilers, Nils Bornemann, Jona Lembcke, Maris Redecker, Daniel Bredemeier, Frederik Blanck und Leon Schandl somit bereits im Zeitfahren zu Höchstleistungen an. Und es sollte gelingen, denn erneut konnten die Männer als Zeitfahrsieger in den Renntag starten.

Die Chance einen weiteren Tabellenplatz nach oben zu klettern, ergab sich auch für die Männer in Berlin recht frühzeitig. Nachdem der aktuelle Tabellenführer aus Hannover das Achtelfinale verlor und die Mindener erneut klar gewinnen konnten, rutschte das Team aus Hannover für diesen Tag in die untere Hälfte der Tageswertung. Team-Captain Vincent Schmitz, der aus studientechnischen Gründen den Renntag nicht begleiten konnte, drückte seinem Teams aus Aachen die Daumen: "Wenn meine Jungs jetzt weiter so gut abliefern, dann können wir in uns in der Tabelle noch einen Platz weiter nach oben schieben und aufs Treppchen steigen!".

Das "Team Black" fuhr weiter auf Spitzenniveau und zeigte starke Nerven. Zu keiner Zeit gefährdet, konnte der den ganzen Renntag über schnellste Club-Achter der 2. Bundesliga der Männer aus Minden am Ende in das Finale um Gold und Silber einziehen. Hier überzeugte Schlagmann Alexander Weihe mit seinem Team mit einer sehr kompakten Spurtqualität und schob den Bug knapp vor dem Salzland-Achter aus Bernburg um den Olympiaruderer Max Planer über die Ziellinie.

Damit kletterte Minden zum Saisonabschluss auf den 3. Tabellenplatz in der Gesamtwertung.  "Ein erneuter Tagessieg hier am letzten Renntag zeigt das große Potential, was in diesem Achter noch schlummert", so Trainer Christoph Knost nach dem sensationellen Abschneiden seiner beiden Teams. "Wir werden uns jetzt ein weiteres Jahr Stabilität in der zweiten Liga verschaffen und dann um den Aufstieg in die Elite-Liga kämpfen".

Frauenteam  holt abschließend Silber bei der ROWING Champions-League

Für alle deutschen Teams, die sich für die ROWING Champions League im Laufe der Saison der Ruder-Bundesliga qualifiziert hatten, war es ein ganz besonders hartes Wochenende. Nach einem kompletten und sehr harten Renntag in den Beinen galt es nämlich, sich bereits einen Tag später mit den schnellsten Sprint-Teams Europas zu duellieren. "Natürlich ist die Ausgangslage für die deutschen Teams damit nicht optimal", analysiert Team-Captain Alina Sachtleben die Lage für den letzten Auftritt des Melitta-Achters in diesem Jahr. "Wir haben bereits fünf anstrengende Rennen in den Knochen und unsere Gegner aus dem Ausland gehen ausgeruht an den Start. Aber wir wollen natürlich als frisch gebackener Liga-Champion auch in der Champions-League noch eine überzeugende Vorstellung abliefern".

Trotz guter Vorsätze liefen die ersten beiden Läufe des Tages eher suboptimal. Die Beine waren schwer und das Team hatte Schwierigkeiten, das Konzentrationsniveau zu halten. So konnte man das Zeitfahren lediglich als drittschnellstes Team absolvieren. Insbesondere die Damen aus Prag, die bereits im letzten Jahr eine sehr starke Vorstellung präsentierten, setzten mit dem Zeitfahrsieg gleich ein deutliches Ausrufezeichen.

Erst im Halbfinale fanden die Mindenerinnen wieder zu einem besseren Rhythmus und besiegten hier die Damen aus Österreich. Nach bereits acht absolvierten Belastungen an dem Wochenende sollte das neunte Rennen dann das Finale gegen die starken Tschechinnen sein. Und genau die hatten dann auch den berühmten "Luftkasten" Vorsprung im Ziel. Gold ging damit nach Prag und Silber nach Minden. "Die Damen waren einfach ausgepowert - umso höher ist die tolle Silbermedaille bei der Champions League am Ende dieser so erfolgreichen Saison einzuschätzen", so Alexander Pischke, Geschäftsführer des Bessel-Ruder-Clubs. "Unter gleichen Bedingungen wäre ein anderer Ausgang sicher möglich gewesen, aber wir sind alle sehr stolz und überglücklich. Damit geht die erfolgreichste Saison in der Geschichte der Ruder-Bundesliga für unseren Verein zu Ende."

Fotos aus Berlin

veröffentlicht am Montag, 19. September 2016 um 16:44; erstellt von Hummels, Wilhelm
letzte Änderung: 19.09.16 16:51

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