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Sabine Tschäge DOSB-Trainerin des Jahres

NW A10 Leistungssport News

Jonathan Rommelmann, Olympia-Silbermedaillengewinner von Tokio sowie DOSB-Präsident Thomas Weikert ehrten Sabine Tschäge im Rahmen der Gala „Sportler des Jahres“ in Baden-Baden am Sonntag (19. Dezember).

„Dir ist es wichtig, dass deine Sportler mündige Athleten sind, mit denen du zusammen auf ein Ziel hinarbeitest. Entscheidungen werden bei dir nicht diktiert, sondern fast immer im Team getroffen. Und du schaffst damit ein Umfeld, in dem man als Sportler gerne trainiert und in dem man jederzeit bereit ist 100% zu geben (…). Dabei ist es für dich irrelevant, ob für Kinderregatten, im Breitensport oder für Weltmeisterschaften trainiert wird. Du weißt, dass es keine Spitze ohne eine Basis geben kann“, erklärte Jonathan Rommelmann in der Laudatio für seine Trainerin.

„In diesem Jahr haben wir uns erstmals dazu entschieden, sowohl einen Mann als auch eine Frau als Trainer*in des Jahres auszuzeichnen. Wir wollen damit zeigen, welch großartige Trainerinnen es in Sportdeutschland gibt, wenn auch leider noch viel zu wenige. Abseits der sportlichen Erfolge zeigt mir die Art und Weise wie Jonathan über seine Trainerin Sabine Tschäge spricht, dass wir hier die richtige Wahl getroffen haben. Und ich hoffe sehr, dass Sie, liebe Sabine Tschäge, Frauen motivieren und inspirieren, den Beruf der Trainerin zu ergreifen“, sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert und ergänzte: „Dass Jörg Roßkopf heute nicht dabei sein kann ist sehr schade, aber wir werden die Preisverleihung zeitnah nachholen. Was uns veranlasst hat, ihn als Trainer des Jahres auszuzeichnen ist der von ihm maßgeblich verantwortete Aufschwung des Tischtennis-Sports in Deutschland.“

156 Trainerinnen und Trainer umfasste das deutsche Olympia-Aufgebot, darunter waren nur 13 Frauen. Eine davon war Sabine Tschäge, die als Bundestrainerin für den Leichtgewichts-Doppelzweier Verantwortung trug und Jason Osborne und Jonathon Rommelmann zur Silbermedaille führte. Die ehemalige Athletin der Rennrudergemeinschaft Mülheim stieg schon mit 20 Jahren ins Trainergeschäft ein. Nach einem Lehramtsstudium schlug sie den Weg an die Schule aus und wagte den Schritt ins hauptamtliche Trainergeschäft. Beim hessischen Verband wurde sie Landestrainerin, bevor sie 2009 wieder in die Nähe der Heimat als Trainerin beim Crefelder Ruderclub zurückkehrte. Ihr eigentliches Betätigungsfeld ist der Job der Junioren-Bundestrainerin, dennoch sprang Sabine Tschäge für den leichten Doppelzweier als Trainerin ein, als ihr Vorgänger nach Österreich ging.

Zur Honorierung herausragender, langfristiger und nachhaltiger Leistungen verleiht der DOSB seit 2006 den Preis „DOSB-Trainer*in des Jahres“. Damit will er die Wertschätzung von Trainerinnen und Trainern in der Öffentlichkeit steigern. „Trainer*innen haben eine Schlüsselfunktion für die Athlet*innen“, sagt Thomas Weikert. „Durch diesen Preis möchten wir dazu beitragen, dass die Trainer*innen insgesamt gestärkt werden. Um dies auf allen Ebenen zu erreichen, haben wir im DOSB das mehrjährige Projekt `TrainerInSportdeutschland` aufgelegt. Denn Trainer*innen sind wichtig für die Spitze, aber eben auch für die Basis in den Vereinen.“

Die Jury

Vorsitzende der Jury ist Uschi Schmitz, lange Jahre Hockey-Nationalspielerin und bis Anfang Dezember Vizepräsidentin Leistungssport im DOSB. Außerdem gehörten ihr an: Ulla Koch, Bundestrainerin Turnen, Barbara Rittner, Bundestrainerin Tennis, Hermann Weinbuch, Bundestrainer Nordische Kombination, Christian Ehrhoff (Eishockey) Jonathan Koch (Mitglied der Athletenkommission des DOSB und DOSB-Präsidiumsmitglied bis 3.12.2021), die Stiftung Deutsche Sporthilfe, Dr. Petra Tzschoppe, bis zum 3.12.2021 DOSB-Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung, Dirk Schimmelpfennig, DOSB-Vorstand Leistungssport.

Die bisherigen Preisträger

2020: Bernd Berkhahn (Schwimmen)

2019: Andreas Bauer (Skispringen)

2018: Detlef Uibel (Bahnrad)

2017: Jürgen Wagner (Beachvolleyball)

2016: Reiner Kießler (Kanu)

2015: Justus Wolf (Para-Ski alpin)

2014: Norbert Loch (Rodeln)

2013: Silvia Neid (Fußball) und Hermann Weinbuch (Nordische Kombination)

2012: Ralf Holtmeyer (Rudern) und Hans Melzer (Reiten, Vielseitigkeit)

2011: Markus Weise (Hockey)

2010: Uwe Müßiggang (Biathlon)

2009: Kim Raisner (Moderner Fünfkampf)

2008: Rolf-Dieter Amend (Kanu)

2007: Heiner Brand (Handball)

2006: Raimund Bethge (Bob)

(Quelle: DOSB)

veröffentlicht am Montag, 20. Dezember 2021 um 09:21; erstellt von Hummels, Wilhelm
letzte Änderung: 06.08.24, 14:00
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Verband

Unsere Arbeitsfelder sind der Leistungssport, Lehre und Ausbildung, Breitensport sowie die politische Vertretung im LSB NRW und als größter Landesruderverband im DRV.

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Vereine

Wir präsentieren unsere Vereine und Ruderriegen auf unserer neuen Homepage mit ihren Boots- und Clubhäusern, den Steg- und sonstigen Sportanlagen und Ruderrevieren

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  • Neues Landesprogramm „Moderne Sportstätte NRW"
    NW E10 Verband
    Der LSB NRW hat uns heute - 13.05.2026 - mit einem Newsletter über folgende aus unserer Sicht für Ruder-NRW wichtige Punkte informiert. Ein besonders wichtiger für uns Rudervereine dürfte das Landesprogramm „Moderne Sportstätte NRW mit 200 Mio€ Fördersumme sein. Einzelheiten dazu in Kürze. Die Lobby-Arbeit unseres LSB ist unverändert erfolgreich.

    Der LSB NRW hat uns heute mit einem Newsletter über folgende aus unserer Sicht für Ruder-NRW wichtige Punkte informiert. Ein besonders wichtiger für uns Rudervereine dürfte das Landesprogramm „Moderne Sportstätte NRW mit 200 Mio€ Fördersumme sein. Einzelheiten dazu in Kürze. Die Lobby-Arbeit unseres LSB ist unverändert erfolgreich.

    „LSB - Update für die Mitgliedsorganisationen des Landessportbundes NRW (20. KW 2026)

    1.           KölnRheinRuhr

    Das starke Bürgervotum vom 19. April gibt uns Rückenwind für die nächsten Bewerbungsschritte:……

    2.     Sportstättenförderung

    2.a Landesprogramm „Moderne Sportstätte NRW“

    Am 5. Mai hat die Landesregierung in Düsseldorf das neue Landesprogramm zur Stärkung der Sportinfrastruktur vorgestellt. Insgesamt 600 Millionen Euro fließen durch das NRW-Infrastrukturgesetz in den nächsten zehn Jahren in die Sanierung von Sportstätten. Das Programm startet am 1. Juni mit dem Programmaufruf für die Sportvereine (200 Mio. Euro). Wesentliche Informationen sowie Änderungen gegenüber dem Vorgängerprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ sind in einer Präsentation zusammengefasst. Staatskanzlei und LSB NRW bieten über die Vorstellung in der vergangenen Woche hinaus digitale Informationsveranstaltungen zum Antragsverfahren an:

    Ab dem 1. Juni: Insgesamt zehn, nach Regierungsbezirken gestaffelte Termine für die Vereine und Bünde (Einladungen folgen)

    2.b Auswertung Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS)

    ….

    2.c Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Schwimmbäder

    ….

    3.         Sportfördergesetz

    Der Bund plant seit längerem die Verabschiedung eines Sportfördergesetzes und damit verbunden die Einrichtung einer Leistungssportagentur. Den aktuellen Diskussionsstand aus Sicht des DOSB finden Sie beigefügt. Das parlamentarische Verfahren startet am 22. Mai und soll noch vor der Sommerpause abgeschlossen werden.

    4.         Kommunikation Ausbildungsreform DOSB

    Der Startschuss für die „Ausbildungsreform DOSB Lizenzsystem“ ist auf der DOSB-Mitgliederversammlung im Dezember 2025 gefallen. Ziel ist es, die Ausbildung moderner, praxisnäher und zukunftsfähig zu gestalten. Dafür werden die Rahmenrichtlinien neu entwickelt. Die inhaltliche Arbeit wird in mehreren Schritten umgesetzt:

    •            In Arbeitsgruppen unter Beteiligung der Spitzenverbände und Landessportbünde werden Inhalte fachlich diskutiert und erarbeitet.

    •            Ein vom DOSB einberufener Projektlenkungsausschuss (PLA) entscheidet anschließend über die Ergebnisse und deren Weiterentwicklung.

    •            Mit dem Kick-off Ende April 2026 ist das Reformvorhaben offiziell gestartet.

    Der Landessportbund NRW bringt sich aktiv in den Prozess ein und ist im PLA vertreten. Bei Interesse an einer digitalen Informationsveranstaltung zur Ausbildungsreform können sich Interessierte aus Verbänden und Bünden unter diesem Link melden. Der LSB NRW nimmt anschließend Kontakt auf und informiert über das weitere Vorgehen sowie einen möglichen Termin.

    5.         Ausbildungs- und Lizenzordnung des LSB NRW

    Der Vorstand des LSB NRW hat am 14.04.2026 die Ausbildungs- und Lizenzordnung beschlossen. Sie regelt die wesentlichen Grundlagen, Zuständigkeiten und Verfahren für Qualifizierungen, Lizenzen und Zertifikate im Zuständigkeitsbereich des LSB NRW und führt diese in einem einheitlichen Ordnungsrahmen zusammen. Dem Beschluss geht eine entsprechende Satzungsänderung bei der letzten Mitgliederversammlung 2024 voraus, wonach diese Ordnung durch den LSB-Vorstand verabschiedet wird.

    6.         Übungsleiter*innen-Offensive

    Für die vom Land initiierte Übungsleiter*innen-Offensive, zur Förderung der Ausbildung von Übungsleiter*innen, Trainer*innen, Sporthelfer*innen sowie weiterem qualifizierten Anleitungspersonal im organisierten Sport stehen im Jahr 2026 insgesamt Haushaltsmittel in Höhe von 1 Mio. Euro zur Verfügung. Das Antragsverfahren startete am 27. Februar. Bis Ende April wurden insgesamt 4.000 Anträge mit einem Gesamtfördervolumen von 1,15 Mio. Euro gestellt. Das Portal wurde am 4. Mai geschlossen. Der Erfolg und die Notwendigkeit dieser Förderung wurden somit deutlich unterstrichen.“

    Stefan Klett      Dr. Christoph Niessen

    Präsident          Vorstandsvorsitzender

    13.05.2026, 11:53
  • Die Egos müssen zurückgestellt werden, Sebstian Schulte im FAZ-Interview
    NW P20 Spezielles
    Der Chef der Deutz AG, Sebastian Schulte, Weltmeister und Olympiateilnehmer im D8 über die Wirkung ehemaliger Topathleten in Unternehmen, wie sich ein Kursverlust korrigieren lässt, warum Sportler in Betrieben für den Wettkampf lernen können und was man als Manager mit Spitzensporterfahrung unbedingt vermeiden sollte Das Interview führte Anno Hecker, FAZ 22.04.2026 - übernommen mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Allgemeine

    Der Chef der Deutz AG, Sebastian Schulte, über die Wirkung ehemaliger Topathleten in Unternehmen, wie sich ein Kursverlust korrigieren lässt, warum Sportler in Betrieben für den Wettkampf lernen können und was man als Manager mit Spitzensporterfahrung unbedingt vermeiden sollte.

    Was haben Sie mitnehmen können aus dem Spitzensport für Ihre Karriere als Manager?

    Dass man nur im Team Großes erreichen kann. Der Ruderachter ist dafür das beste Bild: Alle ziehen in die gleiche Richtung, im gleichen Takt. Es bringt nichts, wenn einer schneller oder stärker ist als die anderen oder einen anderen Rhythmus verfolgt. Die Egos müssen zurückgestellt werden. Der Teamgedanke steht über allem.

    Das allein wird nicht reichen . . .

    . . . ja. So ein Team muss auch gemanagt werden, und zwar so, dass jeder seine Rolle findet, akzeptiert und zufrieden ist. Erst dann kann sich jede individuelle Leistung und damit die Teamleistung voll entwickeln. So einfach, wie es von außen - um beim Bild des Achters zu bleiben - aussieht, ist das nicht. Alles muss dauernd ausbalanciert werden. Dazu kommt ein dritter Punkt.

    Welcher?

    Jeden Tag aufzustehen, das Ziel wieder in den Blick zu nehmen und seinen Plan umzusetzen, auch wenn einem mal nicht danach ist. Den Anspruch, es jeden Tag ein bisschen besser zu machen, den muss man durchziehen, wenn man sein Ziel erreichen will. Das funktioniert, so hart es auch mitunter ist. Diese Erfahrung nutze ich heute im Unternehmen, wenn zum Beispiel eine strategische Maßnahme oder eine Kostensenkungsmaßnahme nötig ist.

    Sie denken dann wie früher bei der Lösung von Problemen mit dem Achter?

    Ja. Wir haben uns früher beim Training immer gefragt, was das Boot schneller macht, diskutiert, analysiert und dann entschieden, welchen Weg wir gehen. Diese Arbeitsweise lässt sich auf eine Problemlösung oder eine Entwicklung im Unternehmen übertragen. Es gibt viele gute Ideen, aber was macht uns erfolgreicher? Das Ergebnis mag nicht wie im Sport sofort messbar sein, aber das Prinzip ist dasselbe.

    Neun Leute im Achter sind eine überschaubare Größe gemessen an einem Unternehmen wie der Deutz AG mit rund 6500 Mitarbeitern. Zudem ist beim Teambuilding auch ein Gespür für die Seele der Menschen nötig. Sie sind von Hause aus Wirtschaftswissenschaftler, kein Psychologe. Wie gelingt es Ihnen, Mitarbeiter richtig einsetzen zu können?

    Die Komplexität in einem Unternehmen mit Tausenden Mitarbeitern und vielen Führungskräften ist zweifellos größer als im Achter mit neun Mitstreitern. Aber die Mechanismen sind vergleichbar. Als CEO kann ich nicht jeden Einzelnen persönlich ansprechen, aber über eine motivierende, den Einzelnen wertschätzende und Eigenverantwortung fördernde Unternehmenskultur kann ich viel erreichen. Dazu brauche ich die richtigen Führungskräfte und passende Struktur. Mir geht es immer darum, dass jeder seine Leistungsfähigkeit entwickeln kann. Und ja, dabei spielt Psychologie sicherlich eine Rolle. Im Leistungssport habe ich im Kleinen gesehen, was schieflaufen kann, wenn zu große Egos den Teamgedanken sprengen.

    Was haben Sie gesehen?

    Im Ruderboot geht es durchaus auch mal um die Position, also wer wo sitzt. Auch da gibt es manchmal konkrete Vorstellungen. Letztlich ist es aber sekundär, wer wo sitzt, solange das Boot schneller vor der Konkurrenz die Ziellinie überquert. Wir haben damals offen darüber diskutiert, welche Position für den Erfolg des gesamten Boots am besten ist und dabei jeden Einzelnen ernst genommen. Das ist in Unternehmen nicht anders, manchmal sogar sehr banal. Da will jemand einen schöner klingenden Titel, etwa Vice President, und nicht Head of irgendetwas heißen. Das könnte man wegwischen und sagen: Ist doch egal, spielt keine Rolle für unser Ziel. Aber wenn es für den Einzelnen wichtig ist, dann muss man das ernst nehmen, moderieren und so Brücken bauen. Das habe ich im Spitzensport gelernt.

    Ihr Beispiel bezieht sich auf das Prestige. Was machen Sie, wenn jemand unbedingt Schlagmann sein will, aber diese Position nicht ausfüllen kann, weil ihm die Kraft fehlt?

    Wenn es vier werden wollen, kann es trotzdem nur einer machen. Das ist der Moment, in dem der Trainer sich hoffentlich für den Besten entscheidet und die anderen dazu bringt, das zu akzeptieren und den Rhythmus des Schlagmanns anzunehmen. So läuft's auch im Unternehmen. Ich versuche, viel im Führungsteam zu entwickeln. Ich ermutige alle, dass wir offen Konflikte austragen, damit wir zur besten Lösung kommen. Aber in dem Moment, in dem wir im übertragenen Sinne aus dem Raum und vor die Mannschaft treten, darf es nur eine Meinung geben. Sonst verlieren wir den Kurs.

    Haben Sie mal einen Kursverlust erlebt?

    Ja, es gab im Achter mal zwei, drei Leute, die Schlagmann sein wollten beim berühmten Rennen Oxford gegen Cambridge. Ich bin überzeugt, dass wir dieses Rennen auch verloren haben, weil Egos eine zu große Rolle spielten. Die Analyse danach war offen und gut. Fast dieselbe Mannschaft hat im folgenden Jahr gewonnen. Das ist übertragbar auf Unternehmen.

    In einem Sport wie Rudern lässt sich die individuelle Leistungsfähigkeit der Athleten sehr gut messen. Bei Mitarbeitern in Ihrem Führungszirkel wird ein Spiroergometrie-Test wenig aussagen über die Qualität.

    Das ist auch im Achter gar nicht so einfach. Sie können zwar die physische Leistungsfähigkeit gut messen, aber nur sehr schwer herausfinden, ob jemand besser für die Position des Schlagmanns geeignet ist oder besser in der Bootsmitte sitzen sollte. Da kommt es dann schon auch auf Gefühl und Auge des Trainers an. Aber es stimmt, die Leistung gerade in Managementpositionen ist viel schwieriger zu messen. Sie können die Unternehmensleistung messen, aber selbst da bleibt die Frage, was der Beitrag des Einzelnen war, teilweise offen.

    War das ein Problem für Sie beim Wechsel vom Spitzensport in den Beruf?

    Ja, es war schwierig, weil ich vom Sport gewohnt war, dass ich oft Tests absolvieren musste, die zu sehr objektiven Messergebnissen führten. Im Unternehmen war für mich nicht immer ersichtlich, warum jemand befördert oder nicht befördert wurde. Ist gute Arbeit geleistet worden, oder hat das jemand auf anderen Wegen hinbekommen? Allerdings habe ich im Lauf der Jahre festgestellt, dass sich in einer funktionierenden Organisation Qualität immer gegenüber Schaumschlägerei durchsetzt.

    Haben Sie im Laufe Ihrer Karriere als Manager gespürt, dass der Leistungssport hilfreich war?

    Ja, gerade am Anfang meiner Karriere gab es Menschen, die meine Vita im Spitzensport als Beleg für Leistungsorientierung, Durchsetzungsfähigkeit und Teamfähigkeit gesehen haben.

    Würden Sie bei einer Einstellung ehemaligen Spitzensportlern und Sportlerinnen den Zuschlag geben gegenüber anderen Kandidaten bei gleicher fachlicher Qualifikation?

    Ich bin der Überzeugung, dass Leistungssportler Fähigkeiten erwerben, die man im Unternehmen sehr gut gebrauchen kann: Leistungsbereitschaft, Teamfähigkeit, Eigenverantwortung. Und insofern würde ich sagen: ja. Aber ich finde es immer gut, wenn Kandidaten gezeigt haben, dass sie auch außerhalb des Fachlichen etwas erreicht haben. Das kann im Sport sein, aber auch in der Kunst, wie etwa der Musik.

    Ruderer, heißt es von Leistungsphysiologen, können trainieren, bis die Bewusstlosigkeit einsetzt, der Körper also vor lauter Energieverlust abschaltet, um die Überlebensfunktionen zu erhalten. Haben Sie das erlebt?

    Ja, solche Situationen gehören beim Rudern mit dazu. Auch kann ich mich erinnern, dass wir uns beim Training oder nach einem Wettkampf öfter übergeben haben. Das war schon extrem.

    Gehen Sie als CEO auch mal in den Grenzbereich?

    Ich glaube, dass mit Blick auf den Leistungsanspruch in einem Unternehmen nicht erwartet werden sollte, dass jeder so tickt wie man selbst. Das funktioniert nicht. Aber ich weiß auch, dass, falls es mal hart auf hart kommt, meine alten Instinkte auch mal durchkommen. Glücklicherweise gibt es Kollegen und Mitarbeiter, die dann auch mal mit einem Augenzwinkern sagen: "Also, du bist jetzt nicht auf der Startlinie im Wettkampf." Damit kann ich umgehen.

    Hätten Sie sich als 15-Jähriger vorstellen können, Weltmeister zu werden, zu Olympischen Spielen zu kommen, hat diese Erfahrung Sie gelehrt, Grenzen nicht zu akzeptieren, nach Grenzerweiterung zu suchen?

    Als 15-Jähriger hätte ich mir nicht vorstellen können, einmal mit dem Deutschlandachter an den Start zu gehen, geschweige denn Weltmeister zu werden. Aber man wächst mit den Aufgaben. Mit 17, 18 denkt man, es gibt doch Junioren-Weltmeisterschaften, das wäre doch ein tolles Ziel - und dann erreicht man es. Dann kommt die U-23-WM, ich war dabei, der Achter war nicht mehr so weit weg. Also fragt man sich: "Was musst du tun?" So ist es jetzt auch. Ich wollte als CEO von Anfang an gemeinsam mit dem Team das Unternehmen auf Wachstum trimmen: Wir wollen Umsätze erhöhen, das Ergebnis steigern und Wert schaffen für unsere Aktionäre. Wir wollen uns nicht wie viele andere Unternehmen nur gesundschrumpfen. Anfangs, nachdem wir im Führungsteam die Ziele definiert hatten, gab es viele, die sagten: "Ach, das klappt doch nie." Wenn ich so als 15-Jähriger rangegangen wäre, hätte ich es nicht in den Achter geschafft. Wenn man sich Ziele setzt, dann muss man sie auch erreichen wollen. Das gelingt sicherlich nicht immer. Aber wenn man an die Startlinie geht und sagt: "Ach, guck mal, Fünfter wär auch ganz schön", dann wird man bestenfalls Vierter. Das habe ich im Sport gelernt.

    Was könnten Spitzensportler in Unternehmen lernen?

    Dass man sich dort mehr Zeit nimmt und nehmen muss, um vor Entscheidungen von großer Tragweite so gut wie möglich informiert zu sein. Ich frage mich manchmal, ob ich mit dem, was ich in den Unternehmen gelernt habe, im Sport bessere Entscheidungen getroffen hätte, wenn wir noch sorgfältiger Dinge hinterfragt und analysiert hätten.

    Was zum Beispiel?

    Unsere Ernährung. Mal ein Bier oder zwei am Wochenende, das war schon üblich zu meiner Zeit. Da wäre noch Spielraum gewesen. Man sollte nichts dem Zufall überlassen, wenn man so viel investiert und entsprechende Ziele hat.

    Sollten Spitzensportler Praktika in Unternehmen machen, um etwas für ihren Sport zu lernen?

    Absolut. Das ist auch einer der Gründe, warum wir Anfang des Jahres einer der nationalen Förderer der Stiftung Deutsche Sporthilfe geworden sind. Wir wollen die Durchlässigkeit zwischen Sport und Wirtschaft erhöhen. Ich habe keine tollen Praktika in großen Unternehmen machen können. Unsere Partnerschaft ermöglicht genau das. Wir wollen dafür sorgen, dass erste berufliche Schritte mit dem hohen Trainingsaufwand verbunden werden können. Die duale Karriere müssen wir stützen. Gleichzeitig sollten wir in Deutschland auch darüber nachdenken, Sportler beim Training effektiver zu fördern.

    Sind Ihnen viele Medaillen für das deutsche Team wichtig?

    Während der Sommer- oder Winterspiele schaue ich gerne jeden Tag auf den Medaillenspiegel und freue mich, wenn wir vor unseren europäischen Nachbarn aus Holland oder Österreich stehen. Ich finde es toll, und ich glaube, dass der Erfolg deutscher Olympiateams immer auch etwas zur Identität eines Landes, einer Gesellschaft beiträgt. Wir wollen gewinnen, wir wollen doch nicht einfach nur teilnehmen. Davon bin ich zumindest überzeugt.

    Der Deutsche Olympische Sportbund wird Ende September den Kandidaten für eine Bewerbung um Olympische Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 auswählen. Steht die deutsche Wirtschaft dahinter?

    Ich glaube, die Wirtschaft in Deutschland hat realisiert, dass Olympische Spiele im eigenen Land ein positives Symbol sein könnten. Olympia kann für eine echte Aufbruchstimmung sorgen, die wir brauchen, auch im wirtschaftlichen Kontext. Ich nenne es so eine Art positive Zukunftserzählung. Wir jammern ja im Moment gerne. Davon müssen wir wieder wegkommen und unsere Stärken wiederentdecken. Dabei können Olympische Spiele helfen. Die Entwicklung der Infrastruktur, der Digitalisierung müssen wir ohnehin angehen. Wenn wir das auf dem Rücken einer Olympiabewerbung machen, wird es noch greifbarer. Viele Kollegen, CEOs, Vorstände, Geschäftsführer anderer Unternehmen - die große Mehrheit - teilen diese Haltung. Die Zustimmung in der Wirtschaft ist groß, allein aufgrund der Aufbruchstimmung, die wir so dringend brauchen.

    Die Fragen stellte Anno Hecker, Frankfurter Allgemeine.

    Zur Person:

    Sebastian Schulte ruderte sieben Jahre im Deutschlandachter, mit dem er 2006 die WM gewann und bei den Sommerspielen in Athen 2004 Vierter wurde. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum promovierte er an der Judge Business School der University of Cambridge, mit deren Ruderteam er 2007 das berühmte Rennen gegen Oxford gewann. Seit 2022 ist der Wiesbadener Vorstandsvorsitzender der Deutz AG, die seit Februar die Deutsche Sporthilfe fördert.

    23.04.2026, 07:53
  • Nordrhein-Westfälischer Ruder-Verband stellt Vorstand kommissarisch neu auf
    NW E10 Verband
    Am Freitag, den 10. April, hat das Präsidium des Nordrhein-Westfälischen Ruder-Verbandes (NW RV) personelle Veränderungen im Vorstand vorgenommen: Der ehemalige Vorsitzende Holger Siegler sowie den Vorsitzenden unserer Ruderjugend Valentin Schumacher wurden kommissarisch in das Gremium berufen.

    Am Freitag, den 10. April, hat das Präsidium des Nordrhein-Westfälischen Ruder-Verbandes (NW RV) personelle Veränderungen im Vorstand vorgenommen: Der ehemalige Vorsitzende Holger Siegler sowie den Vorsitzenden unserer Ruderjugend Valentin Schumacher wurden kommissarisch in das Gremium berufen.

    Hintergrund der Neubesetzung sind die Rücktritte von Frank Baumgard und Kai-Uwe Holze Ende März. Beide hatten ihr Amt niedergelegt, weil sie in zentralen Fragen der Ausrichtung des Verbandes keine einvernehmliche Basis mehr erkennen konnten, die sich mit ihrem Wertmaßstab vereinbaren ließ.

    Der NW RV dankt beiden ausdrücklich für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement. Frank Baumgard hat insbesondere die Bereiche Lehre und Qualifizierung maßgeblich geprägt und die Trainerausbildung in Nordrhein-Westfalen zu einem bundesweit anerkannten Modell weiterentwickelt. Zudem hat er das Schutzkonzept sowie die Präventionsarbeit im Verband entscheidend aufgebaut und verankert.

    Kai-Uwe Holze setzte bereits als Präsidiumsmitglied wichtige Impulse, unter anderem mit der Organisation der ersten Landes-Wanderrudertreffen. Im Vorstand übernahm er in einer herausfordernden Phase Verantwortung für das komplexe Themenfeld der Intervention bei sexualisierter und interpersonaler Gewalt und gestaltete dieses mit großem Einsatz.

    „Ich danke Frank und Kai-Uwe für die stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit, insbesondere bei den anspruchsvollen Themen der Prävention und Intervention. Ihren Schritt bedaure ich sehr, kann die individuellen Beweggründe jedoch nachvollziehen“, erklärt Tobias Weysters, Sprecher des Vorstandes des NW RV.

    In einer ersten Sitzung des Präsidiums nach den Rücktritten wurde die zeitnahe Nachbesetzung der vakanten Positionen als zentrales Ziel definiert. Valentin Schumacher erklärte sich kurzfristig bereit, neben seiner Funktion in der Ruderjugend auch Verantwortung im Vorstand zu übernehmen. „Als Präsidiumsmitglied habe ich bereits die Entwicklung des Coastal Rowings in NRW begleitet und mich dafür eingesetzt, die Ruderjugend stärker im Vorstand einzubinden“, so Schumacher.

    Mit Holger Siegler kehrt zudem ein erfahrener Funktionsträger in den Vorstand zurück. „Ich unterstütze den NW RV weiterhin gerne und habe mich daher bereit erklärt, den Vorstand bis zur nächsten Wahl zu verstärken“, so Siegler. 

    Mit der kommissarischen Berufung beider Mitglieder ist der Vorstand des NW RV wieder vollständig besetzt und richtet den Blick auf die kommenden Aufgaben im laufenden Jahr.

    Tobias Weysters 

    20.04.2026, 13:17
  • Rudern-NRW findet am 4.April auf der Themse statt:3x Bonner RG 1 x RaB, 1 x RTHC
    NW A10 Leistungssport News
    Ene Schwester - Lilli Freischem - rudert beim diesjäjhrigen BOAT RACE für Oxford die andere – Mia Freischem --- für Cambridge und beide 2026 für die Bonner Rudergesellschaft. Mit im Cambridge Frauenachter sitzt Antonia Galland vom Rudderklub am Baldeneysee. Vierter Deutscher bei dem prestigeträchtigen Event am Samstag ist Freddy Breuer von der Bonner RG. Er sitzt im Cambridge-Boot auf der wichtigen Position des Schlagmanns.

    Historisches Schwestern-Duell bei HEAD RACE Oxford vs. Cambridge / 5 Teilnehmer aus NRW : 3x Bonner RG 1 x RaB, 1 x RTHC

    Ene Schwester - Lilli Freischem -  rudert  beim diesjäjhrigen BOAT RACE für Oxford die andere  Mia Freischem ---  für Cambridge und beide 2026 für die Bonner Rudergesellschaft.

    Die Medien in Großbritannien sowieso aber viele auch in Deutschland greifen dieses Ereignis auf.

    Sportschau

    Süddeutsche Zeitung

    Olympics.com

    WAZ

    .

    Mit im Cambridge Frauenachter sitzt Antonia Galland vom Rudderklub am Baldeneysee.

    Vierter Deutscher bei dem prestigeträchtigen Event am Samstag ist Freddy Breuer von der Bonner RG. Er sitzt im Cambridge-Boot auf der wichtigen Position des Schlagmanns.

    WDR

     Der 5. Deutsche kommt ebenfalls aus NRW, Nikita Mohr vom RTHC Bayer Leverkusen und startet im Leichtsgewichs-Acher für Cambridge..

    Das Rennen wird übertragen von

    https://www.olympics.com/

     Das Boat Race 2026 im Überblick

    Date: Saturday 4 April 2026
    Course: Championship Course, Putney to Mortlake, London
    Distance: 4.25 miles (6.8km)

    Start: Women’s race: 14:21 BST          Frauen        15.21 MEZ

    Start Men’s race: 15:21 BST                  Männer       16:21 MEZ

    In der Gesamtwertung aller Rennen führen bei den Damen Cambridge mit 49:30 und bei den Männern ebenfalls Cambridge mit 88:81

    03.04.2026, 16:38
  • Talentiade und Jugendleitervollversammlung
    NW J10 Ruderjugend
    Am 14. März 2026 fanden in Essen-Kupferdreh die Talentiade der Ruderjugend Nordrhein-Westfalen sowie die Jugendleitervollversammlung statt. Über 200 Kinder, Jugendliche und Trainer*innen nahmen an der Talentiade teil, die als Abschluss der Wintersaison der allgemeinen sportlichen Ausbildung diente. Besonders erfreulich war die hohe Beteiligung bei den 14-jährigen Jungen mit 50 Meldungen . Im Rahmen der Jugendleitervollversammlung wurde ein neuer Vorstand gewählt. Mit einem motivierten Team startet die Ruderjugend NRW in die kommende Amtszeit und setzt weiterhin auf die Stärkung der Jugendarbeit im Rudersport.

    Talentiade und Jugendleitervollversammlung 2026 in Essen-Kupferdreh

    Sportliche Praxis, starke Beteiligung und wichtige personelle Weichenstellungen für die Jugendarbeit im Rudersport in Nordrhein-Westfalen.

    Am Samstag, den 14. März 2026, fand in Essen-Kupferdreh die gemeinsame Talentiade der Ruderjugend Nordrhein-Westfalen sowie die diesjährige Jugendleitervollversammlung statt. Beide Veranstaltungen wurden parallel durchgeführt und verbanden sportliche Praxis mit organisatorischer Weiterentwicklung der Jugendarbeit im Rudersport in NRW.

    Talentiade als Abschluss der Wintersaison

    An der Talentiade nahmen über 200 Kinder, Jugendliche und Trainer*innen teil. Besonders hervorzuheben ist die Beteiligung im Bereich der 14-jährigen Jungen, auf die allein 50 Meldungen entfielen. Diese Entwicklung stimmt uns zuversichtlich und zeigt das vorhandene Potenzial im Nachwuchsbereich.

    Die Talentiade diente erneut der Förderung der allgemeinen sportlichen Ausbildung und stellte den traditionellen Abschluss der Wintersaison dar. In verschiedenen athletischen Disziplinen konnten die Teilnehmenden ihre Fähigkeiten überprüfen und wichtige Erfahrungen sammeln.

    Der Talentiade-Pokal der Ruderjugend Nordrhein-Westfalen ging auch in diesem Jahr erneut an den WSV Mülheim, der damit seinen Titel erfolgreich verteidigen konnte.

    Jugendleitervollversammlung im Zeichen von Wahlen

    Parallel zur Talentiade fand die Jugendleitervollversammlung statt, die in diesem Jahr insbesondere durch die turnusmäßigen Wahlen geprägt war. Dabei wurde der neue Vorstand der Ruderjugend Nordrhein-Westfalen gewählt.

    Der neue Vorstand der Ruderjugend Nordrhein-Westfalen

    Vorsitzender
    Valentin Schumacher (SRG Erkrath / Kettwiger RG)

    Stellvertretende Vorsitzende
    Larissa Sims (Mülheimer RG)

    Stellvertretender Vorsitzender
    Cedric Ropertz (Duisburger RV)

    Beisitzer*innen
    Louise Weinhold (RC Witten)
    Peter Finkl (Bonner RG)
    Benjamin Bienert (Siegburger RV)

    Kooptierte Mitglieder mit beratender Stimme
    Madita Weinhold (RC Witten)
    Mats Meier (Bessel-RC Minden)

    Ausblick

    Mit diesem Team startet die Ruderjugend Nordrhein-Westfalen in die kommende Amtszeit. Ziel bleibt es, die Zusammenarbeit mit dem Nordrhein-Westfälischen Ruder-Verband weiterzuführen und die Jugendarbeit im Rudersport nachhaltig zu stärken.

    Die Nachwuchsarbeit bleibt eine zentrale Grundlage für die Zukunft unserer Vereine und unseres Verbandes und soll auch in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden.

    20.03.2026, 19:35
  • Der Bundesfinanzhof stellt das Umsatzsteuer-Privileg der Vereine infrage
    NW C10 Vereine News
    Der Bundesfinanzhof stellt das Umsatzsteuer-Privileg der Vereine infrage. Der Gesetzgeber ist gefragt und wird handeln müssen. Der Bundesfinanzhof hat die Verwaltungspraxis zur grundsätzlichen Nichtsteuerbarkeit der von Sportvereinen gegenüber ihren Mitgliedern erbrachten Leistungen erneut verworfen.

    Der Bundesfinanzhof stellt das Umsatzsteuer-Privileg der Vereine infrage.

    Der Gesetzgeber ist gefragt und wird handeln müssen.

    Der Bundesfinanzhof hat die Verwaltungspraxis zur grundsätzlichen Nichtsteuerbarkeit der von Sportvereinen gegenüber ihren Mitgliedern erbrachten Leistungen erneut verworfen. Der Leitsatz des BFH-Urteil v. 13.11.2025, V R 4/23, veröffentlicht am 26.02.2026 lässt an Deutlichkeit nicht fehlen.

    „Die Verwaltungspraxis zur Nichtsteuerbarkeit der von Sportvereinen gegenüber ihren Mitgliedern erbrachten Leistungen widerspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs und dem Unionsrecht.“ Der BFH sieht hier einen Leistungsaustausch und damit die Steuerbarkeit und folglich die Steuerpflicht. 

    Rechtsfehlerhaft sei außer Betracht gelassen, dass die Mitgliedsbeiträge als Entgelt für die Bereitstellung einer Vielzahl von Angeboten des Klägers im Rahmen verschiedener Sportarten entrichtet wurden, so die Urteilsbegründung. Es käme nicht darauf an, ob die Mitglieder die Vorteile tatsächlich in Anspruch nehmen.

    Mit dem Urteil will der BFH für den geneigten Leser klar erkennbar zuerst Finanzverwaltung & Gesetzgeber in der dem obersten Finanzgericht gebotenen Zurückhaltung zum Handeln „auffordern“. Seit 15 Jahren sei bekannt, dass die Verwaltungspraxis im Widerspruch zum Unionsrecht (Art. 2 Abs. 1 MwStSystRL) stehe.

    Man mag über Brüssel schimpfen, aber hier liegt die deutsche Finanzverwaltung rechtssystematisch falsch, vielleicht mehr aus Gewohnheit mit dem Ziel, den Vereinen zu helfen. Hierfür eine Nichtsteuerbarkeit der Leistungen der Vereine für ihre Mitglieder zu bemühen, war letztlich nur zielorientiert.

    Der BFH liefert dann auch gleich die Road Map:

    „Eventuell unerwünschte Folgen einer an der EuGH-Rechtsprechung ausgerichteten Betrachtung zur Steuerbarkeit der von Sportvereinen an ihre Mitglieder erbrachten Leistungen sind nicht durch ein Festhalten an einer rechtswidrigen Verwaltungspraxis zu vermeiden, sondern naheliegenderweise dadurch, dass der nationale Gesetzgeber die für den Sportbereich bestehenden Regelungsmöglichkeiten zur Schaffung von Steuerbefreiungen, wie sie sich aus Art. 132 Abs. 1 Buchst. m MwStSystRL ergeben, durch Änderung der ‑‑auf sportliche Veranstaltung beschränkten‑‑ Steuerfreiheit nach § 4 Nr. 22 Buchst. b UStG umsetzt (vgl. zu der im JStG 2024 zunächst geplanten, dann aber nicht verwirklichten Schaffung eines § 4 Nr. 22 Buchst. c UStG für "die in engem Zusammenhang mit Sport oder Körperertüchtigung stehenden sonstigen Leistungen von Einrichtungen ohne Gewinnstreben an Personen, die Sport oder Körperertüchtigung ausüben",

    Dem deutschen Gesetzgeber wird nun nicht anderes können, als der rechtssystematisch richtigen EU-Richtlinie zu folgen. Leistungen der Vereine für ihre Mitglieder sind grundsätzlich steuerbar und steuerpflichtig, können aber auf nationaler Ebene von der Umsatzsteuer freigestellt werden bei gleichzeitigen Nichtabzugsfähigkeit etwaiger Vorsteuer.

    In der Systematik folgend kann dann der Verein von der Option Gebrauch machen, auf die USt-Freiheit der Beiträge zu verzichten, um einen Vorsteuerabzug zu erreichen und die USt abzuführen.

    Der BFH äußerst sich auch kritisch zu der Frage der Aufteilbarkeit von Mitgliedsbeiträgen im aktuellen Recht, was aber auch für die zukünftige Handbarkeit von Bedeutung ist.

    Die einheitliche Leistung unterliegt hinsichtlich der Mehrwertsteuer derselben Regelung (EuGH-Urteil Finanzamt X vom 04.05.2023 - C-516/21, EU:C:2023:372, Rz 36), so dass eine Aufteilung in einen steuerpflichtigen und einen steuerfreien Teil grundsätzlich nicht in Betracht kommt.

    Im Hinblick hierauf ist die bisherige BFH-Rechtsprechung, nach der Mitgliedsbeiträge nur teilweise als Entgelt anzusehen sein können und dann im Rahmen einer Schätzung entsprechend aufzuteilen sind, dahingehend zu verstehen, dass dies nur in Betracht kommt, wenn mit dem Mitgliedsbeitrag umsatzsteuerrechtlich eigenständige Leistungen vergütet werden. Sollte sich aus Abschn. 1.4. Abs. 7 Satz 1 UStAE etwas anderes ergeben, wäre dies nicht zutreffend.

    Im Hinblick hierauf ist die bisherige BFH-Rechtsprechung, nach der Mitgliedsbeiträge nur teilweise als Entgelt anzusehen sein können und dann im Rahmen einer Schätzung entsprechend aufzuteilen, dahingehend zu verstehen, dass dies nur in Betracht kommt, wenn mit dem Mitgliedsbeitrag umsatzsteuerrechtlich eigenständige Leistungen vergütet werden. Sollte sich aus Abschn. 1.4. Abs. 7 Satz 1 UStAE etwas anderes ergeben, wäre dies nicht zutreffend.

    Mit dem Hinweis des BFH an das FG Niedersachsen

    „Zu prüfen wäre auf dieser Grundlage somit insbesondere, ob steuerbare und steuerpflichtige Leistungen umsatzsteuerrechtlich als im Rahmen eines Zweckbetriebs erbracht angesehen werden können.“

    wird die Notwendigkeit deutlich, dass der Gesetzgeber sich auch mit der Steuerbegünstigung der Umsätze im Zweckbetrieb beschäftigen muss.

    Es scheint, dass auch die bisherigen 4 steuerlichen Sphären überdacht werden müssen.

    Die „Legal Tribune Online“ spricht zutreffenderweise von einer Grundsatzentscheidung, deren Auswirkungen heute noch nicht abschließend klar erkennbar sind.

    Finanzministerien auf Landesebene haben den Vereinen bereits einen Vertrauensschutz zugesichert, sodass das bisherige Procedere bis zur Änderung des Umsatzsteuergesetzes Bestand haben dürfte.

    Die Lobbyarbeit der Sportverbände und der Vertretungen von nicht Sport treibenden Vereinen kann beginnen. Ehrenamtliche Vereinsarbeit hat eine große Unterstützung in der deutschen Politik.

    Es wird eine Lösung geben, die materiell die Vereine schont, offen ist nur mit welchem bürokratischen Aufwand.

    Es wird auch in Zukunft viele - vor allem kleinere - Vereine geben, die sich um "Umsatzsteuer nicht kümmern" müssen,   

    Weitere Informationen werden folgen.

    Wilhelm Hummels

    NW RV 

    Der Artikel liegt in redaktioneller Verantwortung des jeweils als Verfasser genannten Vereins.
    13.03.2026, 19:27
  • Pressemitteilung Ruderverein Münster von 1882 e. V.
    NW C10 Vereine News
    Der RV Münster hat am 12.03.2026 zum Abschluss der externen Untersuchungen gegen leitende Trainer folgende Pressemitteilung auf seiner Homepage veröffentlicht.

    Pressemitteilung Ruderverein Münster von 1882 e. V.

    Externe Untersuchungen gegen leitenden Trainer abgeschlossen

    Im Ruderverein Münster von 1882 e.V. (im Folgenden RVM) gab es Auseinandersetzungen um die Gestaltung des Trainings und den Umgang mit Sportlerinnen und Sportlern, denen der RVM nachgegangen ist. Grundlage waren Meldungen von Ruder:innen des Vereins an den Vorstand. Die Vorwürfe u.a. gegen einen Trainer waren auch Gegenstand medialer Berichterstattung.

     Der neu formierte Vorstand hat dann eine vollständige Aufklärung in Auftrag gegeben. Die Untersuchung wurde in der Sache nicht vom Vorstand des RVM selbst geführt, sondern durch einen externen Rechtsanwalt und einen renommierten Sportmediator. Letzterer wird den Verein auch nach Abschluss der Aufarbeitung weiter beratend begleiten.

     Der Vorstand bedauert zutiefst, dass sich nicht alle Trainierenden immer bei uns wohlgefühlt haben. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, einen sicheren und schönen Rudersport für alle zu ermöglichen.

     Zentrale Vorwürfe konnten nicht erhärtet werden

     Die Untersuchungen haben ergeben, dass die schwerwiegenden Vorwürfe physischer Übergriffe, sexistischer Äußerungen und fehlerhafter Abrechnungsbelege gegenüber dem Trainer nicht bestätigt werden konnten. Damit konnten besonders belastende Anschuldigungen nicht erhärtet werden.

     Lediglich der Vorwurf einer in einigen Situationen unangemessenen Kommunikation konnte festgestellt werden. Dieses Verhalten ist nach Bewertung des Vorstands jedoch deutlich weniger schwerwiegend als die ursprünglich erhobenen und in Teilen der Berichterstattung dargestellten Vorwürfe. Zudem hat sich das beanstandete Verhalten auch nicht mehr wiederholt.

     Vorstand sieht von formeller Sanktion ab

     Vor diesem Hintergrund und unter Würdigung aller Umstände sieht der Vorstand von der Verhängung einer formellen Sanktion ab.

     Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass der Trainer infolge der umfangreichen und identifizierenden Berichterstattung im Jahr 2025 erheblichen persönlichen und beruflichen Belastungen ausgesetzt war.

     Hinzu kommt, dass es sich bei dem Trainer um eine seit vielen Jahren engagierte Persönlichkeit handelt, die sich in besonderem Maße für den Verein und die Trainierenden eingesetzt hat. Im Rahmen der Aufarbeitung haben sich zahlreiche Personen gemeldet, die den Trainer völlig anders darstellten, als dies in den Reportagen des WDR und mitunter in den Meldungen gegenüber dem RVM und anderen Verbänden geschehen ist. Der Trainer hat darüber hinaus – auch gegenüber den beiden in der Berichterstattung zu Wort gekommenen Betroffenen – Verantwortung für die festgestellten kommunikativen Defizite übernommen. Er hat seine Bereitschaft zur weiteren persönlichen und professionellen Entwicklung deutlich gemacht und in einem persönlichen Gespräch um Entschuldigung gebeten.

     Der Vorstand des RVM bedankt sich bei allen Beteiligten für Ihre Mitwirkung an der Aufarbeitung und bekräftigt sein Engagement für Transparenz, Respekt und ein wertschätzendes Miteinander im Verein.

    Der Vorstand des Ruderverein Münster von 1882 e.V.

    Am Mittelhafen 40 | 48155 Münster

    12.03.2026

    Der Artikel liegt in redaktioneller Verantwortung des jeweils als Verfasser genannten Vereins.
    12.03.2026, 15:19
  • PSIG-Workshop 2026
    NW E10 Verband
    Sensibel, selbstreflektiert, handlungssicher – Trainer*in im Rudersport! Interpersonale Gewalt ist auch im Rudersport ein wichtiges Thema und seit einigen Jahren fester Bestandteil der Trainerqualifizierung im Nordrhein-Westfälischen Ruderverband. Mit einer Tagesveranstaltung setzte der NW RV am 22. Februar einen besonderen Schwerpunkt in der Fortbildung 2026 für Trainer*innen aller Lizenzebenen. Das Vorhaben verfolgte ausdrücklich das Ziel, „einen nächsten Schritt“ zu machen und über die Sensibilisierung hinauszugehen. „Reflexion des eigenen Handelns, sich selbst den Spiegel vorhalten!“, lautete das Motto.

    Sensibel, selbstreflektiert, handlungssicher – Trainer*in im Rudersport!

    Interpersonale Gewalt ist auch im Rudersport ein wichtiges Thema und seit einigen Jahren fester Bestandteil der Trainerqualifizierung im Nordrhein-Westfälischen Ruderverband.

    Mit einer Tagesveranstaltung setzte der NW RV am 22. Februar einen besonderen Schwerpunkt in der Fortbildung 2026 für Trainer*innen aller Lizenzebenen. Das Vorhaben verfolgte ausdrücklich das Ziel, „einen nächsten Schritt“ zu machen und über die Sensibilisierung hinauszugehen. „Reflexion des eigenen Handelns, sich selbst den Spiegel vorhalten!“, lautete das Motto.

    Natasha Birkenfeld, Psychologin, Coach und selbst ehemalige Leistungssportlerin formulierte: “Trainer*innen stehen im Spannungsfeld zwischen Führung, Verantwortung, Beziehung und Ergebnisdruck”. Damit holte sie die Trainer*innen ab und traf einen zentralen Punkt der Trainer*innen, die nachdrücklich fordern, in ihrer Aufgabe begleitet und unterstützt zu werden, um handlungssicher zu sein.

    Frank Baumgard, Vorstandsmitglied und in der Zweitrolle als Lehrreferent des NW RV der Organisator des Workshops griff die Diskussion auf und sagte zu, das Thema „Selbstreflexion“ in Fortbildungen weiter zu vertiefen und Möglichkeiten des begleitenden Coachings für Trainer*innen zu prüfen. Die Bedeutung der Trainer*innen fasste Natasha Birkenfeld abschließend in der folgenden Aussage zusammen:

    “Trainer*innen entscheiden nicht über Sieg oder Niederlage - Sie entscheiden über Selbstwert.”

    Charlotte Hentrich, Präventionsberaterin des NW RV, berichtete im zweiten Block aus ihren regelmäßigen Sensibilisierungsmaßnahmen mit den U 17 und U 19 Athlet*innen an den Landesleistungsstützpunkten und spiegelte den Trainer*innen zurück, welche positiven und negativen Empfindungen die Jugendlichen mit den Herausforderungen des Leistungssports verbinden. Mit großem Interesse wurden die Aussagen analysiert. Am Ende war für alle klar, wie wichtig dieses Feedback aus der Arbeit der Präventionsberaterin, für die Kommunikation der Trainer*innen mit ihren Athlet*innen und das Ziel der nachhaltigen Achtsamkeit im Umgang miteinander ist.

    Charlotte Hentrich nutze die versammelte Trainerexpertise, um Anregungen zu bekommen für die Optimierung eines Flyers, den sie zusammen mit der Ruderjugend NRW entwickelt hatte. Der Flyer soll insbesondere die jungen Ruder*innen sensibilisieren für Grenzverletzungen und -überschreitungen und zur Meldung ermutigen.

    Im dritten Block diskutierten die Trainer*innen über die im Schutzkonzept des NW RV verankerten Verhaltensregeln für Trainer*innen und den neuen Verhaltenskodex des Deutschen Ruderverbandes. Die Teilnehmenden sprachen sich klar für eine Weiterentwicklung der Verhaltensregeln aus, die hilfreich sind als eine Art „Ethikleitfaden“. Frank Baumgard hatte diesen Block mit dem Verweis auf einen Coaching-Grundsatz eingeleitet: „Verantwortung zu teilen, ist wesentlicher Aspekt ethischer Führung. Handlungsspielräume schaffen, Talente fördern zur Eigenverantwortung ermutigen, um eine Kultur von Vertrauen und Resilienz zu etablieren.“

    Abschließend erläuterte Frank Baumgard das weitere Vorgehen für die bereits im Jahr 2025 initiierte Fortschreibung des Schutzkonzeptes des NW RV und rief einmal mehr auf, sich aktiv einzubringen. Er skizzierte dabei die Bestrebungen, die Grundsätze des Safe Sport Code als Leitfaden konsequent aufzugreifen, um die Handlungsfähigkeit zum Schutz vor Gewalt im Rudersport bestmöglich und zugleich für alle Seiten rechtssicher umzusetzen.

    Knapp 35 haupt- und ehrenamtliche Trainer*innen aus den Vereinen des NW RV erlebten einen interessanten, aber auch herausfordernden Workshop, der einmal mehr die verantwortungsvolle und zugleich herausfordernde Aufgabe der Trainer*innen im Sport vor Augen führte.

    Frank Baumgard

    24.02.2026, 22:07
  • Nachwuchs braucht guten Austausch
    NW J10 Ruderjugend
    Mit der Kampagne „Nachwuchs braucht guten Austausch“ startet die Ruderjugend Nordrhein-Westfalen eine Dialogoffensive für das Kinderrudern in NRW. Gemeinsam mit Landestrainer Ralf Wenzel besuchen wir die Landesleistungsstützpunkte, um eine Bestandsaufnahme im Kinderrudern vorzunehmen. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Nachwuchsgewinnung und -bindung, Trainingsorganisation, langfristige Entwicklung sowie konkrete Herausforderungen in den Vereinen. Die Ergebnisse werden ausgewertet und fließen direkt in zukünftige Maßnahmen und Unterstützungsangebote der Ruderjugend NRW ein.

    Mit der Kampagne „Nachwuchs braucht guten Austausch“ startet die Ruderjugend Nordrhein-Westfalen eine Dialogoffensive für das Kinderrudern in NRW.

    Unser Anspruch ist klar:
    Wir möchten zuhören, verstehen und gemeinsam Lösungen entwickeln.

    Gemeinsam mit unserem Landestrainer Ralf Wenzel besuchen wir die Landesleistungsstützpunkte in Nordrhein-Westfalen. Um den organisatorischen Aufwand möglichst gering zu halten, bündeln wir die Vereine regional und treffen uns jeweils bei einem Verein innerhalb des Stützpunktes.

    Worum geht es?

    Die Kampagne dient einer strukturierten Statusabfrage im Nachwuchsbereich:

    Wo stehen unsere Vereine aktuell im Kinderrudern?

    Welche Herausforderungen bestehen bei Nachwuchsgewinnung und -bindung?

    Wie ist die Trainingsorganisation aufgestellt?

    Welche Inhalte werden vermittelt und wie sieht die langfristige Entwicklung aus?

    Wo braucht es Unterstützung durch den Verband?

    Gleichzeitig möchten wir voneinander lernen. Erfolgreiche Konzepte und Best-Practice-Beispiele aus den Vereinen sollen sichtbar gemacht und geteilt werden.

    Die gesammelten Erkenntnisse werden im Anschluss ausgewertet und fließen direkt in zukünftige Maßnahmen und Unterstützungsangebote der Ruderjugend Nordrhein-Westfalen ein.

    Darüber hinaus verstehen wir die Kampagne auch als persönliche Begegnung vor Beginn der Saison:
    Ein Austausch auf Augenhöhe, ein Überblick über die aktuelle Trainersituation in den Vereinen und die Möglichkeit, neue Trainerinnen und Trainer kennenzulernen.

    Wir freuen uns ausdrücklich über mehrere Teilnehmende pro Verein, insbesondere auch über junge und angehende Trainer*innen im Nachwuchsbereich.

    Nachwuchs braucht guten Austausch und wir wollen ihn aktiv gestalten.

    14.02.2026, 16:29
  • Vorschau auf die Veranstaltungen für Wanderruderer und Wanderruderinnen
    NW H30 Wanderfahrten

    Liebe Ruderer und Ruderinnen,

    für das Ressort Wanderrudern im NW RV darf ich Euch auf folgende Veranstaltungen hinweisen, die im Jahr 2026 speziell für Wanderruder*innen und Breitensportler*innen angeboten werden.

    Lehrgang für Rheinsteuerleute
    Der Steuermannslehrgang vermittelt nicht nur die Grundlagen des Steuerns, sondern führt auch in Theorie des Rudersports ein. Er behandelt die Bootskunde, er geht auf die Besonderheiten des Steuers auf dem Rhein ein und sensibilisiert für das Thema Sicherheit auf dem Wasser. An zwei Wochenenden erklären wir die nachfolgenden Punkte:

    ·        Gesetzliche Grundlagen
    ·        Verkehrsregeln
    ·        Schifffahrtszeichen
    ·        Bootskunde
    ·        Trimmen von  Booten
    ·        Steuerkunde
    ·        Ruderkommandos
    ·        Sicherheit
    ·        Knoten

    und wird abgerundet durch einen intensiven Praxisteil.

    ·        Anlegen mit und ohne Steuer
    ·        Anlegen mit drehen oberhalb des Steg und Anlegen nur mit der Strömung
    ·        Ablegen
    ·        Stromquerung
    ·        Kribbenumfahrung
    ·        Begegnung mit der Berufsschifffahrt

    Der Lehrgang schließt mit einer theoretischen und praktischen Prüfung ab. Der Steuermannslehrgang ist die Voraussetzung, um später ein Boot selbständig führen zu können. Der Unterrichtsstoff wird mit modernen Lehrgangsunterlagen und Videos anschaulich vermittelt.
    Die Lehrgangsteilnahme wird zur Verlängerung der DOSB Trainer C-Lizenz anerkannt.
    Teilnahme gebühr 125 €.

    Termine: Samstag, 7. März von 9:00 bis 17:00 Uhr
    Sonntag, 8. März von 9:00 bis 17:00 Uhr
    Samstag, 14. März Lehrwanderfahrt von Leverkusen nach Düsseldorf
    Samstag, 21. März von 9:00 bis 17:00 Uhr
    Sonntag, 22. März von 9:00 bis 16:00 Uhr

    Perspektivwechsel - Fahren auf dem Binnenschiffsimulator in Duisburg
    Unter dem Titel "Perspektivwechsel" bieten wir allen interessierten Ruderer*innen die Möglichkeit einmal die Perspektive eines Binnenschiffers auf dem Rhein einzunehmen.
    Es besteht die Möglichkeit für eine halbe Stunde in Begleitung eines Instruktors auf dem Binnenschiffsimulator der Schifferberufsschule in Duisburg-Homberg das Fahren mit einem Binnenschiff selbst zu auszuprobieren und zu erleben.
    Die Veranstaltung ist für Samstag, den 21.03.2026 in Duisburg geplant. Teilnahmegebühr beträgt 47 €, weitere Infos auf der Webseite des NW RV, Anmeldung über das SAMS Portal des NW RV.
    Für die Anmeldung sind 30 Teilnehmer notwendig!

    Lehrgang Bootsreparaturen und –instandhaltung
    Der Lehrgang richtet sich an interessierte und handwerklich geschickte Personen die in Ihren Vereinen Boote reparieren und instand halten möchten. Die fachliche Leitung liegt in den bewährten Händen von Ralf-Peter Stumme aus Mülheim, der sich in langen Jahren eine umfassende Kompetenz und einen ausgezeichneten Ruf mit seinen Bootsreparaturen erworben hat.
    Der Lehrgang findet am 09. und 10.05.2025 beim Homberger Ruderklub Germania in Duisburg statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 145 €. Weitere Infos auf der Webseite des NW RV, Anmeldung über das SAMS Portal des NW RV

    NW RV-Lehrwanderfahrt und Fahrtenleiterlehrgang
    Dieser Lehrgang richtet sich an interessierte Wanderruder*innen, die Ambitionen haben selbst als Fahrtenleiter tätig zu werden. Steuererfahrung wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich.
    Der Lehrgang will mit theoretischen und praktischen Elementen Einblick in die vielfältigen Anforderungen bei der Organisation und Durchführung einer Wanderfahrt geben und gleichzeitig mit einem ruderisch interessanten Teil die Besonderheiten des Ruderns und Steuerns auf dem Rhein und anderen vergleichbaren Flüssen aufzeigen.
    Die Leitung des Lehrgangs liegt in den erfahrenen Händen von Christoph Ehrle, der seit vielen Jahren Wanderrudern betreibt und schon zahlreiche Lehrgänge durchgeführt hat.
    Der Lehrgang findet am 04. und 05.07 2026 statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 140 €. Weitere Infos auf der Webseite des NW RV, Anmeldung über das SAMS Portal des NW RV

    U15 Sommercamp 2026 NW RV am Möhnesee
    Der NW RV lädt ein zu seinem zweiten U15 Sommercamp vom 20.07. bis zum 26.07.07.2026 auf dem Möhnesee.
    Es erwartet die Kids eine sportliche Mischung mit vollem Programm für alle Leistungsklassen. Geplant sind viele Aktivitäten auf dem Wasser in verschiedenen Bootsklassen, aber auch ein buntes Landprogramm mit Geschicklichkeitsspielen und tollen Teamevents.
    Die Teilnahmegebühr beträgt 380 €. Weitere Infos auf der Webseite des NW RV, Anmeldung über das SAMS Portal des NW RV


    Im Terminkalender des NW RV findet Ihr in diesem Jahr auch alle bisher bekannten offenen Gemeinschaftswanderfahrten in NRW. Solltet Ihr hier noch eine Eurer Fahrten bewerben wollen, meldet Euch bitte.
    Solltet Ihr eine für andere Ruderer und Vereine offene Veranstaltung durchführen, nehmt bitte mit mir Kontakt auf, damit ich diese für Euch falls gewünscht, in den Kalender einstellen kann. Gern würden wir hier die Aktivitäten in NRW bündeln und unterstützen.

    Kai-Uwe Holze
    Ressort Wanderrudern im NW RV
    kai-uwe-holze@nwrv.org

    06.02.2026, 21:04