• in Reih und Glied
    NW A19 Bilder der Woche
    ein seltener Anblick des Bootsplatzes am Beetzsee
    27.06.2019 10:21
  • KIRCHBOOT.NRW am Haken
    NW A19 Bilder der Woche
    Highway to Heaven oder über dem Wasser wird die Freiheit ......
    08.10.2018 16:59
  • WM 2018 Plovdiv
    NW A19 Bilder der Woche
    Weißenfeld mal wieder als Erster im Ziel, der Kopf ist noch drauf.
    18.09.2018 10:18
  • RBL Leipzig
    NW A19 Bilder der Woche
    Hände zum Himmel ....
    22.08.2018 17:55
  • RBL auf Mindener Wasserkreuz
    NW A19 Bilder der Woche
    Näher dran geht nicht !
    11.07.2018 18:24
  • Deutschland-Achter 2018
    NW A19 Bilder der Woche
    heute hinter der Rampe, Morgen auf dem Podest
    03.05.2018 15:21
  • Baldeneysee: Kanadische Gänse
    NW A19 Bilder der Woche
    statt kanadischer Wasserpest (Elodea canadensis)
    25.04.2018 16:25
  • D8+ Weltmeister 2017
    NW A19 Bilder der Woche
    die Hände zum Himmel,.., wir sind endlich wieder Weltmeister !
    02.10.2017 17:11
  • U19 WM 2017 Trakai
    NW A19 Bilder der Woche
    pure Siegesfreude im Achter, besonders bei den 5 Westfalen an Bord
    07.08.2017 08:01
  • 99. Hügelregatta Essen
    NW A19 Bilder der Woche
    immer im Hintergrund: Villa Hügel
    16.05.2017 18:04
  • Staelberg Geschwister 8+1
    NW A19 Bilder der Woche
    der Crefelder RC ist zu beneiden !
    20.03.2017 09:33
  • Kettwig Indoor 2017
    NW A19 Bilder der Woche
    Athleten top, Personal Coaches laut, die Halle kocht!
    31.01.2017 07:48

NRW-Athleten kehren mit 6 Gold- und 2 Silbermedaillen von den U19 WM in Tokyo zurück

NW A10 Leistungssport News

Deutschland gewinnt mit 5 x Gold, 3 x Silber und 4 x Bronze die Nationenwertung bei der Junioren-WM in Tokio/Japan.


Der Deutsche Ruderverband (DRV) hat bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Tokio mit 5 Gold-, 3 Silber- und 4 Bronzeplätzen die Nationenwertung in beeindruckender Manier gewonnen.

Bildergalerie

12.08.2019 23:06

Team Deutschland-Achter fährt zuversichtlich zur WM

NW A10 Leistungssport News

Sie haben lange auf ihr Ziel hingearbeitet, jetzt zählen die Ruderer aus dem Team Deutschland-Achter die Tage bis zum Beginn der Weltmeisterschaften in Linz-Ottensheim runter: Am Sonntag starten die ersten Vorläufe, eine Woche später am 30. August und 1. September steigen die Finals. Für den Deutschland-Achter, den Vierer und den Zweier ohne Steuermann geht es nicht nur um Medaillen, sondern auch um die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

23.08.2019 14:44

SXULLS - Row to Tokyo 1. Folge am 25.08. 17:10 Uhr im ZDF

NW A10 Leistungssport News

Anlässlich des diesjährigen Saison-Highlights der Ruderer strahlt das ZDF am

Sonntag, den 25. August ab 17:10 Uhr

die erste von insgesamt vier Episoden der Dokumentationsreihe „SXULLS - Row to Tokyo" aus.

22.08.2019 17:32

U23 Ruder-Weltmeisterschaften vom 24.-28.07.2019 in Sarasota/USA

NW A10 Leistungssport News

 NRW Ruderer feiern 3 x Silber und 1 x Bronze bei U23 WM in Sarasota/USA!

In der vergangenen Woche fanden die diesjährigen U23 Ruder-Weltmeisterschaften in Sarasota (USA) statt.

Der Deutsche Ruderverband stellte in Florida hinter Gastgeber USA die zweitgrößte Mannschaft. Insgesamt nahmen knapp 700 Sportler aus 53 Nationen an diesen globalen Titelkämpfen im Nathan Benderson Park teil. 9 Bootsklassen des DRV durften sich über eine Medaille freuen.

Fotogalerie

29.07.2019 17:49

Ruderverein Münster gewinnt Grünes Band

NW A10 Leistungssport News

Der Ruderverein Münster von 1882 e.V. gewinnt 2019 zum 2. Mail das Grüne Band der Commerzbank.

Einziger Ruderverein in Ruder-D und einer von nur 7 Vereinen aus NRW, beides belegt die hervorragende Arbeit, die in Münster am Dortmund-Ems-Kanal geleistet wird. 

Der Nordrhein-Westfälische Ruder-Verband gratuliert sehr herzlich !!

09.07.2019 19:26

17. Zwei-Brücken-Regatta am 8. September 2019

NW H10 Breitensport

Der Neusser Ruderverein lädt zur 17. Zwei-Brücken-Regatta über 10 km am Sonntag, 8. September 2019 ein.

18.08.2019 19:46

Bonner Frederik Breuer holt Gold bei U19 WM in Tokyo

NW C10 Vereine News

Frederik Breuer von der Bonner Ruder-Gesellschaft darf sich nach seinem Erfolg bei den Junioren-Europameisterschaften nun auch Junioren-Weltmeister im Vierer plus Steuermann (JM4.+) nennen. In einem packenden Rennen setzte sich die Mannschaft
bestehend aus Tjark Löwa (Berlin), Ben Gebauer (Potsdam), Erik Bruns (Hamburg-Bergedorf), Steuermann Julius Fabry (Minden) und Frederik Breuer von der Bonner RG, am Ende denkbar knapp gegen die Kontrahenten aus Südafrika und China durch.

Der Artikel liegt in redaktioneller Verantwortung des jeweils als Verfasser genannten Vereins.
12.08.2019 09:37

Melitta-Achter überzeugen in Hannover

NW C10 Vereine News

Am vergangenen Samstag machte die Ruder-Bundesliga mit dem TÜV-Nord Renntag in Hannover Station. Der dritte Renntag dieser Saison war ins Maschseefest integriert, sodass sich bereits zu den ersten Rennen zahlreiche Zuschauer entlang der Strecke versammelten, um dem Spektakel der Sprintliga beizuwohnen.

Nachdem man am vergangenen Heimrenntag vor drei Wochen auf dem Mindener Wasserstraßenkreuz nicht auf ganzer Linie überzeugen konnte, waren die beiden Melitta-Achter vom Bessel-Ruder-Club mit großen Ambitionen in die niedersächsische Landeshauptstadt gereist.

Der Artikel liegt in redaktioneller Verantwortung des jeweils als Verfasser genannten Vereins.
07.08.2019 11:56

Bonner Frederik Breuer bei den U19 World Rowing Championships in Japan!

NW C10 Vereine News

Nach einem mehrwöchigen Trainingslager in Berlin-Grünau ist Frederik Breuer von der Bonner Ruder-Gesellschaft am Wochenende zu den World Rowing Junior Championships in Tokio/ Japan aufgebrochen. Zuvor hatte sich Breuer für den Vierer mit Steuermann qualifiziert und repräsentiert somit den Deutschen Ruderverband vom 7.8.-11.8. bei der Junioren-WM.

Der Artikel liegt in redaktioneller Verantwortung des jeweils als Verfasser genannten Vereins.
07.08.2019 08:49

Dennis Oswald Rede auf dem Rudertag, mehr als ein Nekrolog auf Dr. Claus Heß

NW E10 Verband

Prof. em. Dr. Denis Oswald:

.

Gedenkrede für Dr. Claus Heß

.

gehalten auf dem  64. Rudertag des Deutschen Ruderverbandes in Münster am 2.11.2018

.

Es hat mich sehr berührt, dass mich der Deutsche Ruderverband trotz meiner begrenzten Deutschkenntnisse gebeten hat, anlässlich des Rudertags 2018 die Gedenkrede für Dr. Claus Heß zu halten. 

Natürlich verdankt die FISA Claus sehr viel. Was aber mich vor allem bewegt, sind der Respekt und die hohe Wertschätzung, die ich, seit meiner ersten Begegnung mit Claus im Jahr 1976, für ihn empfand. In all den Jahren, in denen wir bei der FISA zusammengearbeitet haben, haben dieser Respekt und diese Wertschätzung nie nachgelassen.

Claus hatte seine Vision, seine Philosophie des Sports und nichts hätte ihn von dieser Linie abbringen können. Besonders beeindruckt war ich, als Claus gegen Ende seiner Zeit bei der FISA mehrfach als einer der wenigen nicht zögerte, sich gegen seinen sehr guten Freund Thomi Keller zu stellen, um zu vermeiden, dass die FISA Schritte unternahm, die nicht im Einklang mit seinen Prinzipien und nicht im besten Interesse unserer Organisation standen.

Als mich Thomi Keller 1975 bat, Generalsekretär der FISA zu werden und, gegebenenfalls, einige Jahre später, seine Nachfolge anzutreten, war ich immer noch aktiver Sportler, der sich auf seine dritten Olympischen Spiele in Montreal vorbereitete. Kurz nach meinem letzten Rennen in Montreal bat mich Thomi, in die Nähe des Zielturms zu gehen, um meine zukünftigen Kollegen im Rat der FISA zu treffen. Als Athlet kannte ich natürlich keinen von ihnen. Für mich waren sie nur diese alten Leute mit blauen Blazer, die immer an Regatten waren! Während wir näherkamen, konnten wir alle Ratsmitglieder durch eine Glastür sehen.

Bevor wir dann den Raum betraten, klärte mich Thomi, auf seine ihm eigene Weise darüber auf, wer die einzelnen Personen waren. Wer Thomi kannte, wird nicht überrascht sein, wenn ich sage, dass er eines der Ratsmitglieder als Banane bezeichnete und ein anderes als nutzlose Plaudertasche. Ein drittes Ratsmitglied, so Thomi, sei ohnehin nur aus politischen Gründen dabei.

Als es um Claus Heß ging, verstand ich sofort, dass dieser Mann eine Person war, für die Thomi Wertschätzung und Respekt empfand. Er sagte „Ah! Der da ist eine andere Kategorie: er ist kompetent, effizient, loyal, ehrlich, vielleicht auch ein bisschen stur – wie ein Deutscher eben so ist. Aber wenn du dich in Zukunft auf einen aus dieser Gruppe verlassen muss, dann ist er dein Mann.“

Ich muss sagen, dass ich beeindruckt war, dass mindestens eine von 15 Personen der üblichen sarkastischen und extravaganten Analyse von Thomi entkommen würde. Und ich muss zugeben, dass ich – als ich Claus kennenlernte – bestätigen konnte, dass diese Qualifikationen seine Persönlichkeit ziemlich gut widerspiegelten.

Claus spielte offenkundig eine wichtige Rolle bei der FISA und auch in Deutschland über viele Jahre als Vorsitzender des DRV (er wurde ja 1966 schon mit 32 Jahren in dieses Amt gewählt). Drei Jahre später wurde er in den Vorstand des Deutschen Sportbundes gewählt.

Von 1974 bis 1993 war er darüber hinaus Vizepräsident des deutschen NOK, wo er auch mit dem jetztigen IOC Präsident, Thomas Bach, zu tun hatte. Und gestern, hat mich Thomas Bach angerufen. Er hatte erfahren, dass ich heute diese Gedenkrede für Claus Heß halten würde. Er hat mich gebeten sie alle zu begrüssen aber, vor allem, zu sagen wie hoch er Claus immer geschätzt hat. Er hat für ihn viel Respekt und Wertschätzung empfunden. Seine Beziehung mit Claus war jeder Zeit ausgezeichnet und positiv. Er hat noch beigefügt, dass Claus sehr viel für den Sport in Deutchland und international gemacht hat.

Bevor er seine brillante Karriere als Offizieller begann, war Claus ein Spitzensportler, der nationale Meistertitel sammelte, 1956 an den Olympischen Spielen in Melbourne teilnahm und 1959 sogar Europameister wurde. An seine vielfältigen Aktivitäten (für die er in vielen Organisationen, darunter auch im DRV, mit Ehrenämtern ausgezeichnet wurde) wurde schon nach seinem Tod erinnert, und ich möchte hier nicht Dinge wiederholen, die den meisten Teilnehmern heute Abend bekannt sind.

Ich möchte mich daher mehr auf Claus' Sicht des Sports und seine Befürchtungen konzentrieren, dass sich der Sport nicht in die richtige Richtung entwickelte. Er kämpfte für einen Sport, der die wahren Werte respektiert, die ihm innewohnen: Werte, die den Geist und Charakter der Menschen formen, Menschen aus verschiedenen Nationen zusammenbringen, ihnen dabei helfen, ihre Unterschiede zu überwinden, einander zu respektieren und das gegenseitige Verständnis füreinander zu fördern. Er war davon überzeugt, dass Kommerzialisierung, unverschämte Werbung und die Professionalisierung der Sportler diese Werte zerstören würden.

Er lehnte insbesondere eine Reihe von Maßnahmen ab, die das IOC, unter der Leitung von Juan-Antonio Samaranch, ergriffen hatte, wie beispielsweise die Zahlung einer Tagespauschale für Sitzungen von IOC-Mitgliedern, die Anbringung von Markennamen auf ihrer Kleidung usw. All dies ging für Claus in die falsche Richtung.

Als Claus starb, hatte ich ihn mehrere Jahre lang nicht mehr gesehen und konnte daher mit ihm nicht über die verschiedenen Herausforderungen und das Abdriften des Sports diskutieren; ich kann mir aber leicht vorstellen, dass er nicht glücklich war, den Sport mit so vielen Schwierigkeiten und Plagen konfrontiert zu sehen.

Wir müssen zugeben, dass die Welt des Sports in den letzten Jahren von zahlreichen Skandalen unterschiedlicher Art erschüttert wurde. Diese Ansammlung von Problemen innerhalb relativ kurzer Zeit hat das Image des Sports erheblich geschädigt und sein Ansehen und seine Glaubwürdigkeit beeinträchtigt.

Sport lässt die Menschen – vor allem Jugendliche – nicht mehr träumen, und für viele Leute wird es in Anbetracht von Dopingvorwürfen, Manipulationen, Korruptionsfällen oder anderen Phänomenen dieser Art immer schwieriger, Sport zu treiben und sich für sportliche Leistungen zu begeistern.

Es ist leider wahr, dass der Sport, in letzter Zeit, denen, die grundsätzlich negativ dagegen eingestellt sind oder ihn kritisieren wollen, reichlich Munition geliefert hat: völlig überhöhte Kosten für die Olympischen Spiele in Sotschi, der Bau unnötiger Stadien in Brasilien zur Fußballweltmeisterschaft, Budgetüberschreitungen bei der Organisation der meisten großen Sportveranstaltungen, verlassene Sportstätten in Athen, Rio und anderswo nach der Ausrichtung der Olympischen Spiele, spektakuläre Verhaftungen von Sportfunktionären bei der FIFA, der Verdacht, dass die Fußballweltmeisterschaften 2018 und 2022 "gekauft" worden sein könnten, feststehende Wettbewerbe in bestimmten Sportarten, um Gewinne durch illegale Wetten zu sichern, die Aufdeckung von sexuellem Missbrauch junger Athletinnen durch Trainer in der Gymnastik, die Offenlegung eines institutionalisierten Dopingsystems in Russland.

Und ich könnte mit vielen weiteren Beispielen fortfahren. Diese Situation hat dazu geführt, dass sich heute eine Mehrheit der Bürger weigert, eine Olympia-Bewerbung ihres Landes (in Oslo, Stockholm, Hamburg, Graubünden, Polen und zuletzt im schweizerischen Sion und in Österreich) zu unterstützen, ganz zu schweigen von den aus politischen Gründen erfolgten Rückzügen von Boston, Rom und Budapest.

Ich fürchte, dass die von Claus vorhergesagte Entwicklung eingetreten ist, bei der viele führende Sportfunktionäre und Sportler die wahren Werte des Sports aus den Augen verloren haben und eher nach Geld und Prestige suchen. Auf jeden Fall ist das Böse weit verbreitet und das Bild des Sports schwer angeschlagen.

Menschen, die Claus' Ansichten teilten, würden heute die folgende Frage stellen: Ist der Sport in der Lage, seine Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen? Kann er wieder ein Traum für viele Menschen sein, ein Vektor, der Menschen verschiedener Rassen, Kulturen und Herkunftsländer zusammenbringt, Unterschiede überwindet, wieder zu dieser einzigartigen gemeinsamen Sprache der Menschheit wird, die er einmal war?

Um dies zu erreichen, bedarf es einer ernsthaften Selbstbeobachtung und einer eingehenden Analyse der Gründe, die zu dieser Situation geführt haben. Wie ist der Sport dorthin gekommen? Ich behaupte nicht, die Antwort hierauf zu kennen, aber ich kann mich nicht mit der grob vereinfachten – wenn auch zum Teil durchaus begründeten – Antwort zufriedengeben, dass der Sport ein Opfer seines eigenen Erfolgs ist.

Die wichtigsten Phänomene, die in den letzten Jahren in erster Linie dazu beigetragen haben, das positive Image des Sports zu zerstören, sind alles Elemente, die Claus sein ganzes Leben lang im Sport zu bekämpfen versuchte. Alle haben etwas gemeinsam: den Mangel an Ehrlichkeit und leider auch die Bereitschaft zum Betrug.

Natürlich waren Einzelpersonen immer bereit zu betrügen.

Es ist tatsächlich so, dass die menschliche Spezies seit den frühesten Zeiten der Menschheit in Konkurrenz zu einander steht, um ihre Autorität über den Clan durchzusetzen oder der beste Jäger zu sein und ganz oben in der Nahrungskette zu stehen.

Diese Situation hat auch in unserer heutigen Gesellschaft überlebt, wenn es darum geht, einen Arbeitsplatz zu finden, , eine Prüfung zu bestehen, eine Wahl zu gewinnen, mächtig, anerkannt, respektiert, reich und dergleichen zu sein. In diesem durch Wettbewerb geprägten Umfeld haben Einzelpersonen immer versucht, das Beste aus ihrem Geist und Körper herauszuholen, auch wenn sie dazu bestimmte Formen der Täuschung, Regelverstöße und Betrug einsetzen mussten. Betrug ist wahrscheinlich Teil der menschlichen Natur. Er hat immer existiert, nicht nur im Sport, und deshalb ist es so schwierig, erfolgreich gegen die Plagen vorzugehen, die den Sport heutzutage heimsuchen.

Einzelpersonen betrügen nicht nur im Sport und ich könnte viele Beispiele für Betrug in unserer Gesellschaft, aus anführen.

Sport ist wahrscheinlich nicht schlimmer als andere menschliche Aktivitäten wie Politik, Wirtschaft, Handel, Industrie, und Kunst, aber man erwartet mehr Integrität als anderswo, denn Sport wird als eine ideale Aktivität angesehen.

Wie in vielen anderen Bereichen müssen wir uns diesen Herausforderungen stellen, auch wenn sie noch so schwierig sind. Und wir dürfen nicht aufgeben. Wir müssen unser Bestes tun, um die wahren Werte des Sports zu verteidigen und dazu beizutragen, seine Glaubwürdigkeit und Attraktivität für die Jugend wiederherzustellen.

Dazu brauchen wir eine neue Generation von Menschen wie Claus Heß, die an einen sauberen Sport glauben, seine Werte in den Vordergrund stellen und eine klare Philosophie vertreten, ohne sich von anderen externen Interessen ablenken zu lassen.

Da wir uns heute hier unter Ruderinnen und Ruderern befinden, schätze ich, dass ihr von mir hören möchtet, wo, in dieser problematischen Welt des Sports, unser Sport „Rudern“ steht. 

Glücklicherweise hatte das Rudern keine finanziellen Skandale, kein Führungsproblem, keinen Fall von irgendeiner Belästigung und nur wenige Dopingfälle. Darüber hinaus waren wir in der Lage, unsere Werte zu schützen, die so passend in der Präambel unserer Statuten ausgedrückt werden. Und wenn ich diese zitiere, werdet ihr nicht überrascht sein, wenn ich euch sage, dass Claus Heß der Hauptbeitragende war, als wir sie entwarfen:

1)         Entwicklung des Individuums:

Diese erlangen durch den Rudersport persönliche Erfahrungen in Teamwork, Respekt, Engagement, Integrität und einen Sinn für Fair Play. In der Anwendung dieser Prinzipien unter allen Umständen werden Ruderinnen und Ruderer unabhängige und verantwortungsvolle Individuen, die bereit sind, den Realitäten des Lebens zu begegnen und die Werte zu teilen, die man mit anderen zusammen erreicht hat.

2)         Internationale Verständigung:

Internationale Ruderwettbewerbe und Treffen werden in einer Weise organisiert, dass sie, zum einen, dem freundschaftlichen Kontakt zwischen den Teilnehmern dienen und, zum anderen, zu einem besseren Verständnis zwischen Menschen und Ländern beitragen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Grenzen oder politischen Systemen. Ruderinnen und Ruderer bilden eine weltweite „Familie“, die auf den Idealen von Frieden, Freundschaft, Fairness, Verständnis und gegenseitiger Hilfe basiert.

Ja, diese Werte sind immer noch aktuell in unserem Sport. Sie waren es immer und werden immer zu unseren Prioritäten zählen.

Wie dem auch sei, dies bedeutet nicht, dass wir keine Herausforderungen erleben. Die bedeutendsten sind die Konsequenzen der Konkurrenz mit anderen Sportarten, insbesondere den neuen Sportarten: Rudern ist eine der anspruchsvollsten Sportarten mit sehr viel Training und strenger Disziplin, aber sogar die besten Athleten bekommen keine öffentliche oder finanzielle Anerkennung. Die Belohnung ist eher persönlicher Natur.

Auf der anderen Seite gibt es einige Spaß-Sportarten/ Fun-Sportarten, die weit weniger anspruchsvoll und vielleicht auch auf den ersten Blick attraktiver sind, wie zum Beispiel Skateboard oder BMX fahren oder Klettern. In der Konkurrenz mit anderen Sportarten ist es nicht mehr so einfach, junge Leute für das Rudern zu begeistern, und wir sind froh, dass sich unser „Marktanteil“ bisher noch nicht verkleinert hat. Aber diese neuen Sportarten sind auch Konkurrenten, wenn es darum geht, Sponsoren zu finden oder Fernsehzeiten zu erhalten. Oder, was noch wichtiger ist, wenn sie ins olympische Programm aufgenommen werden, andere Sportarten dazu gezwungen werden, ihnen mehr Raum zu geben, was in unserem Falle passiert.

Der Druck auf unser olympisches Programm ist wirklich sehr stark geworden, weil wir, in Bezug auf die Anzahl an Athleten die an den Olympischen Spielen teilnehmen dürfen, auf dem dritten Platz liegen. Das IOC schaut natürlich auf diejenigen, die eine hohe Teilnehmerzahl haben, um entsprechend Platz für Neues zu schaffen. Das IOC zieht außerdem in Betracht, dass Gewichtskategorien nur in Kampfsportarten aus Sicherheitsgründen zulässig sein sollen, und dass in Folge dessen eine Leichtgewichtskategorie nun als Anomalie, als Abweichung von der Regel erachtet und deshalb aus dem olympischen Programm genommen werden soll!

Der Druck des IOC ist darüber hinaus sehr stark im Hinblick auf die Parität der Bootsklassen und Athleten bei Männern und Frauen. Wir stimmen dieser Entwicklung zwar zu, aber in der Betrachtung unseres Sportes wäre etwas mehr Zeit für diese Veränderung besser gewesen als die wenigen Jahre bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.

Auch wenn wir unser olympisches Programm verändern müssen, wird das Rudern an sich eine Kernsportart im olympischen Programm bleiben und sicherlich nicht verschwinden. Im Gegenteil, wir bleiben für viele Menschen eine der am besten organisierten Sportarten und ein Modell für andere. Wir werden als eine Art Festung angesehen, in der die olympischen Werte aufbewahrt werden, und ich bin sicher, dass Claus Heß dies sehr zu schätzen gewusst hätte. 

Prof. em. Dr. Denis Oswald

Anhänge:

Oswald, Dennis, Nekrolog Claus Heß, Grundsatzrede 64. Rudertag des DRV.pdf (72 kB)

veröffentlicht am Dienstag, 11. Dezember 2018 um 18:55; erstellt von Hummels, Wilhelm
letzte Änderung: 13.12.18 07:53

Termine

Samstag, 7. September 2019
Finale RBL Münster Finale RBL Münster
Sonntag, 8. September 2019
17. Zwei-Brücken-Regatta 17. Zwei-Brücken-Regatta
Samstag, 21. September 2019
2. Landes-Wanderrudertreffen Neusser RV 2. Landes-Wanderrudertreffen Neusser RV
Samstag, 5. Oktober 2019
48. Rhein-Marathon Düsseldorf 48. Rhein-Marathon Düsseldorf
Samstag, 5. Oktober 2019
42. Landesmeisterschaften NRW 42. Landesmeisterschaften NRW
Samstag, 12. Oktober 2019
23. Deutsche Sprintmeisterschaften 23. Deutsche Sprintmeisterschaften
Samstag, 12. Oktober 2019
29. Kettwiger Herbst-Cup - auf der Ruhr 29. Kettwiger Herbst-Cup - auf der Ruhr

zum Terminkalender »

zu den Lehrgängen »

Kampagnen

Trainer-Lehrer Stellenausschreibung

Helmholtz-Gymn., Essen

wichtige Mitteilungen